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SPIEL 2025 – Donnerstag

Jetzt haben wir es also so weit. Die diesjährige SPIEL ist gestartet und der Wahnsinn in den Messehallen ist ausgebrochen. Da ich, Dominik, heute mit André unterwegs war, zumindest fast bis zum Schluss, berichtet vom ersten Teil André, bevor ich den letzten Part übernehme:

Leider hat sich das, was ich auf der Neuheitenschau bereits vermutet hatte, zumindest für
mich, bewahrheitet. Die wirklichen Top- oder Hypetitel bleiben dieses Jahr irgendwie aus.
Alles ist komischerweise „nur so meh“. Aber fangen wir doch erst einmal von vorne an.

Anreise bzw. Einlass, was ein Chaos

Wir haben dieses Jahr wieder das Privileg als „Pressevertreter“ die Messe zu besuchen.
Nachdem wir heute Morgen bei recht miesem und regnerischem Wetter am Messegelände
angekommen sind, brach direkt die Verwirrung aus. In unserem Briefing stand, dass die
Pressevertreter eine „Fastlane“ erhalten, da wir als Presse bereits um 09:30 Uhr in die
Hallen dürfen. Deshalb haben wir die Ordner am Einlass gefragt, wo denn diese Fastlane ist.
Verwirrung machte sich unter den Ordnern breit und wir wurden um den Haupteingang
herum zu einem zweiten Eingang geschickt. Dort angekommen stellten wir fest, dass sich es
hierbei um einen Ausstellereingang handelt und wir doch durch den Haupteingang in die
Halle müssen. Na gut, also durch den strömenden Regen zurück zum Haupteingang und
rein ins Foyer.
Letztes Jahr war es so, dass beim Eingang in Halle 8 eine Trennung zwischen Privatpersonen und Pressevertretern vorgenommen wurde. Komischerweise war dies heute
nicht so. Also machten wir uns weiter auf den Weg die Fastlane zu finden. Nachdem uns die
Ordner vorm Halleneingang auch nicht weiterhelfen konnten, dort aber weitere Content
Creator standen, haben wir einfach mal gewartet.
Ende des Liedes war, dass scheinbar versäumt wurde die angekündigte Fastlane
einzurichten, sodass wir Presseleute uns um 09:30 Uhr durch die sichtlich genervten
Privatbesucher quetschen mussten. Hoffentlich wird dies die nächsten Tage besser geregelt.

Eindrücke der Messe und Spiele

In der Halle angekommen war der Ärger schnell verflogen und wir sind zunächst einmal
Dominiks wichtigster Aufgabe nachgekommen: Ein Spiel für den Nachwuchs kaufen. Dass er
hiermit auch das aktuelle Spiel Similo erhalten hat, bleibt eine Fußnote dieser Quest. (Dominik: Im Grunde war hiermit schon mein Ziel für die Messe erreicht. Ich hatte das neue Similo Deck. Alles andere ist Bonus und der Sohenmann kommt eh noch am Sonntag mit :) )
Bei den unfassbar sympathischen Damen bei Haba habe ich mir dann auch direkt das Neue
Point of View (Clash Club) gekauft. Wer Spaß an kooperativem Rätseln und Wimmelbildern
hat, muss sich diese Reihe auf jeden Fall einmal anschauen.
Erleichtert diese wichtige Aufgabe bereits bewältigt zu haben, haben wir uns dann die ersten
Spiele angeschaut.
Begonnen haben wir bei carlMax. Dort haben wir uns vom schwedischen Autor das Spiel
Biathlon Blast angeschaut. Bereits bei der Neuheitenschau fanden wir das Konzept eines
Biathlon Rennspiels inkl. Schussprobe sehr witzig und interessant. Dieser Ersteindruck hat
sich beim Spielen für uns auf jeden Fall gefestigt. Bei Biathlon Blast handelt es sich um ein
reines Rennspiel. Jeder wählt zum Start der Runde eine seiner Handkarten und führt
anschließend eine der 2 Aktionen auf dieser aus. Die Reihenfolge wird ebenfalls durch die
Karten bestimmt. Ein besonderer Kniff bei diesem Spiel ist jedoch, dass zwischen einer
anstrengenden Bergauffahrt, einer eher neutralen Fahrt in der Geraden und einer
entspannenden Talfahrt unterschieden wird. Hierbei kommt dann der Puls als zusätzliches spielerisches Mittel dazu. Anstrengende Rennabschnitte treiben den Puls in die Höhe und
erschweren anschließend das Schießen.
Ein kleines, aber feines Rennspiel wie wir finden.
Das war doch schon einmal ein guter Start in den Messetag.

Nach diesem Anspielen wurden die Hallen jedoch schnell sehr voll, weswegen wir uns ab
jetzt hauptsächlich Spiele „von außen“ angeschaut haben.
Hierbei habe ich jedoch schnell festgestellt, dass kein richtiger Toptitel für mich dabei war.
Dies mag sicherlich auch daran liegen, dass ich gerade komplexere Spiele nicht so gut
fassen kann, wenn ich nicht selbst Hand anlegen kann.
Andererseits habe ich beim Schlendern durch die Hallen auch nicht das eine Spiel gesehen,
was gefühlt jeder in seiner Tüte hat. Ganz anders als im letzten Jahr. Dort habe ich
beispielsweise sehr häufig ein Seti unter den gekauften Titeln gesehen. Auch bei
Gesprächen mit anderen Messebesuchern wurde mir immer wieder zurückgemeldet, dass
der richtige Hypetitel fehlt.
Auf meiner Rückreise mit der Bahn habe ich dann jedoch bei sehr vielen Bahnreisenden ein
Artengarten auf dem Schoß oder aus den Einkaufstüten herausblitzen sehen. Vielleicht habe
ich hier doch das Messehighlight gefunden? Vielleicht war es auch nur Zufall. Wer weiß…

Am Vormittag hatten wir ebenfalls die Möglichkeit einen kurzen Einblick auf das neue Spiel
von Ornament Games aus Köln zu werfen. Vielen Dank auch an dieser Stelle noch einmal
hierfür. Das Spiel sah sehr interessant aus und wird sicherlich zu gegebener Zeit entweder
auf dem Blog oder im Podcast von uns besprochen.

Danke André für deine Eindrücke.

Bevor unser Nachmittag dann ganz im Zeichen von asmodee stand, waren wir noch beim Einzelspiel-Treffen und haben ein paar Bekannte und auch neue Gesichert getroffen. Hatten wir an dem Tag ja noch gar nicht :D

Aber kommen wir zu asmodee. Traditionell lädt asmodee Donnerstags ein, was wir jedes Jahr gerne und dankend annehmen. Zum einen kann man dort in Ruhe spielen, da überhaupt mal Tische frei sind, aber es ist auch wirklich ruhig. Das es dazu noch etwas zu Essen und Trinken gibt ist natürlich auch nicht schlimm ;) Es konnten viele Neuheiten wie Gwent, Abroad, Herr der Ringe Schicksal der Gemeinschaft und jede Menge anderes gespielt werden. Und natürlich auch hier: Gespräche mit anderen Medienschaffenden geführt werden.
Im Anschluss hieran gab es dann die große 30 Jahre asmodee Geburtstagsfeier. War ich zu Anfang etwas skeptisch, da die Bestuhlung im Raum doch einen ungewohnt ernsten und strengen Eindruck für die Branche machte, war die Veranstaltung selbst merklich entspannter. Angefangen hat alles mit einer Begrüßung durch Udo Fischer, CEO asmodee Deutschland, und der Vorstellung von Thomas Koegler, CEO asmodee. Beide reflektierten hierbei zum einen das aktuelle Jahr mit dem Börsengang in Stockholm und der Neuausrichtung inkl. der neuen Brands und Logos als auch die Gründung vor 30 Jahren von drei Freunden in einer Garage in der Nähe von Paris. Heute in über 25 Ländern vertreten, die Spiele in über 100 Ländern vertrieben, beschäftigt asmodee ~2300 Menschen weltweit. Nach Deutschland kam man 2008, schloss sich 2017 mit dem Heidelberger Spieleverlag zusammen, gliederte 2019 mit Lookout Spiele sein erstes deutsches Studio ein und 2019 wurde Gamegenic gegründet.
Zum Jubiläum wurde das Onlinespiel asmodee World ins Leben gerufen. Hierfür wurden über 1200 Menschen gefragt, was sie mit Spielen verbinden und diese Geschichten wurden von Charlotte Hughes in über 250 h in ein Wimmelbild gemalt. Dieses ist nun online für jeden spielbar. Ihr findet es hier.

Letzter Programmpunkt war eine Fragestunde an Thomas Koegler, wobei ich hier jetzt nur ein paar interessante Antworten wiedergebe:

  • asmodee führt derzeit einen Wechsel von B2B zu B2C durch
  • in diesem Rahmen wird zukünftig das Logo auf den Schachteln erscheinen
  • sämtliche IP’s sollen gepflegt werden
  • die Spielen werden weiterhin von Menschen und nicht von KI erstellt

Und jetzt ganz überraschend: Danach konnte wieder in lockerer Runde gefachsimpelt werden.

Verrückt wurde es dann noch beim Verlassen der Hallen. Sowohl an der Ausgabe der Koffer, als auch der Garderobe war eine sehr lange Schlange. Habe ich in den letzten Jahren so nicht gesehen.

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